SOA Days 2016: "Bausteine für digitale Business Transformation"

Die SOA Days 2016 – Bausteine für Digitale Business Transformation – werden leider nicht wie geplant stattfinden. Trotz der hohen Resonanz auf das – auch aus unserer Sicht sehr gelungene – Programm ist es erstmals nicht gelungen, daraus auch die Anzahl von Anmeldungen zu generieren, die wir alle von den SOA Days gewohnt sind. Grund scheinen Terminkonflikte durch viele alternative Events im April und die Lage des Termins zwischen CeBIT, Osterferien und Hannovermesse zu sein.

Wir freuen uns darauf, Ihnen zu einem neuen Termin unser Programm, ggf. leicht abgewandelt in Form und Setting, erneut präsentieren zu können, und hoffen, auch dann wieder Ihr Interesse zu finden. Wir werden Sie darüber frühzeitig informieren.

SOA Days 2014: "Bausteine für digitale Business Transformation"

Visual SOA Days 2014

Die SOA Days 2014 im Van der Valk Airporthotel Düsseldorf standen unter dem Motto „Bausteine für digitale Business Transformation“. Die hervorragenden Keynote-Speaches, aber auch die Solution Foren sowie die informellen Gespräche der Teilnehmer verdeutlichten, wie passend das Thema der diesjährigen Veranstaltung gewählt war. Alle Beteiligten zogen mehr oder weniger den gleichen Schluss, den Moderator Professor Helmut Krcmar kurz und knapp zusammenfasste: Die Veränderungen durch die Digitalisierung kommen schnell, sind unvermeidlich und unumkehrbar.

Schon bei der Eröffnung verdeutlichte Dr. Johannes Helbig, Vorsitzender des SOA Innovation Lab, worum es bei der digitalen Transformation geht. "Digitale Services führen zu neuen Geschäftsmodellen, die die alten bedrohen. Die Welt ist in einem gewaltigen Umbruch. Dabei stehe die IT inzwischen eindeutig im Zentrum der Innovation, sie sei keine Back-Office-Funktion mehr. Damit verändere sich natürlich auch die Rolle der CIOs: "Sie sind diejenigen, die in der Lage sind, die neue Welt zu denken und die Vorbereitungen dafür zu treffen", betonte Helbig. Architektonische Grundlage für die digitalisierten Geschäftsmodelle bilde die Serviceorientierung. Ihre im letzten Jahrzehnt entwickelten Prinzipien für den Aufbau interner IT-Landschaften erhielten jetzt neue Bedeutung, weil sie die notwendige Voraussetzung für die Integration externer Cloud-Services und für die Rekombination bestehender Wertschöpfungsketten bilden.

Christoph Schmallenbach, Mitglied des Vorstandes der Generali Deutschland Holding AG, nahm den Faden auf und schilderte, wie sich der Versicherungskonzern auf die bevorstehenden Veränderungen vorbereitet. Eine solide Facharchitektur bildet die Grundlage für bestehende und neue Geschäftsprozesse. Sie wiederum bilden die Voraussetzung, um dem Kunden in Zukunft digitale Services und Versicherungsprodukte im Multi-Channel-Vertrieb anzubieten. Schmallenbach betonte, dass die Transformation nur gelingen könne, wenn Business- und IT-Seite sich gegenseitig verstehen und gut zusammenarbeiten.

Von einem sehr konkreten Transformationsprojekt berichtete Dr. Nissim J. Buchs, CTO der Schweizer PostFinance AG. Das SOA-Lab-Mitglied entwickelt zurzeit ein neues Core-Banking System, das die Grundlage bildet für die Digitalisierung des Geschäfts und den Ausbau der digitalen Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette der Bank. Die Erneuerung des Kernbankensystems steht ganz oben auf der Prioritätenliste des Unternehmens und wird aktiv vom CEO gestützt. Er nennt es das „umfangreichste Programm in der Geschichte der PostFinance“. Diese Transformation, führte Buchs aus, erwecke die Architekturkonzepte und -strukturen zum Leben. Sie würden inzwischen nicht nur großflächig genutzt, sondern würden quasi im Schatten von Großprojekten, in denen sie wesentlichen Nutzen bringen, zu größerer Reife gebracht werden.

Karl-Heinz Land, Digitaler Darwinist und Gründer des Beratungsunternehmens Neuland GmbH, sieht in der Digitalisierung einen „stillen Angriff auf bestehende Geschäftsmodelle und Marken." Unternehmen, die digitale Transformation überleben wollen, ruft er zu: "Adapt or die!" Serviceorientierte Architekturen definiert Land als wesentliche Bausteine, um die nötigen Anpassungen zu bewältigen. Sie lieferten den Rahmen, in dem Unternehmen Silo-übergreifend agieren können.

Michael ten Hompel, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) thematisierte den bevorstehenden Umbruch durch die fortschreitende Digitalisierung in seinem Vortrag auf den SOA Days 2014 ebenfalls: “Zumindest in der Logistik werden wir von deterministischen zu stochastischen Systemen und einem entsprechenden Management kommen müssen.“ Um zu Systemen zu kommen, die mit Wahrscheinlichkeiten umgehen können, erklärt ten Hompel Software, Dezentralisierung und Virtualisierung zu den wichtigsten Bausteinen der digitalen Business Transformation in der Logistik:

• Software ist für ihn der wichtigste Treiber von Innovation,

• Dezentralisierung, sprich das Internet der Dinge, mache Komplexität beherrschbar und sorge für Flexibilität, weil die Dinge anfangen, sich selbst zu organisieren und

• Virtualisierung – vulgo Cloud – bringe die nötige Standardisierung und Integration.

Der Logistik-Professor betonte: „Wir müssen in Deutschland Software entwickeln wie Autos.“ Software berge branchenübergreifendes, disruptives Innovationspotenzial wie das Beispiel von Amazon vor Augen führe. Dass die 230 Milliarden-Euro-Branche das „Unschärfe-Problem“ vor allem mit Software zu lösen versuche, lässt sich auch an den geplanten Investitionen ablesen. Über 50% der Logistikunternehmen planen Software-Investitionen.

Um einen Umbruch und zwar in unserem Sicherheitsdenken ging es auch im Vortrag von Karsten Nohl, Gründer und Chief Scientist des Security Research Labs. Seine Fragen lauten: Wie viel Sicherheit ist zu viel? Welche Sicherheitsmaßnahmen schränken die Mitarbeiter so stark ein, dass sie ihre Arbeit und ihre Innovationsfreude behindern? „Beide Enden der Sicherheitsskala sind negativ“, provozierte Nohl. Wenn alles für die Sicherheit getan werde, behindere sie die Arbeit der Menschen, verhindere womöglich auch Innovationen, die jede Firma zum Überleben braucht. Werde zu wenig für die Sicherheit unternommen, leiden die Unternehmen unter erfolgreichen Hackerangriffen, verlieren Kundendaten und Innovationen. „Das richtige Maß liegt in der Mitte.“ Außerdem plädiert Nohl dafür, restriktive Maßnahmen, die ohnehin meistens von Mitarbeitern unterlaufen werden, gegen intelligentere, Monitoring-orientierte Maßnahmen zu ersetzen.

Karsten Schweichhart, Vorstand des SOA Innovation Lab, hielt in seinem Fazit der Veranstaltung fest, dass jedes Unternehmen von den Veränderungen der Digitalisierung betroffen ist. Das SOA Innovation Lab helfe Unternehmen dabei, sich auf diese Veränderungen vorzubereiten und sich für die künftig immer stärker digital ausgeprägten Wertschöpfungsschritte fit zu machen, die zu verschiedenen und oft „volatilen Wertschöpfungsnetzen“ zusammengesetzt werden. Damit sieht Schweichhart ein durchaus ähnliches Gestaltungsprinzip der digitalen Wirtschaft voraus wie Helbig, der zu Beginn der SOA-Days von „Anlass bezogenen Ökosystemen“ sprach.

Das SOA-Lab unterstützt Unternehmen auf diesem Weg mit Trainingskonzeptionen, Ratgebern wie Cloud- oder EAM-Guides und arbeitet zurzeit am Konzept eines „digitalen Navigators“, mit dem Unternehmen prüfen können, welche digitalen Fähigkeiten sie in welchem Maß benötigen, um ihren Anforderungen an digitalisierte Geschäftsmodelle und -prozesse gerecht werden zu können.

Obwohl Schweichhart es eine persönliche Einschätzung nannte, dürften die meisten Teilnehmer der SOA Days einen ähnlichen Eindruck mit nach Hause genommen haben: „Inhaltlich waren die SOA Days 2014 regelrecht spektakulär. Für mich persönlich waren es bisher die besten SOA-Days.“

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SOA Days 2013

SOA Days 2012

Die SOA Days 2013 waren ein voller Erfolg. Zwei spannende Tage lang tauschten sich Anwender und Anbieter zu den großen Themen Enterprise Architecture Management, Modulare IT für Modulares Business, Digitale IT- und Business Transformation, Architekturen für Cloud Computing und Industrie 4.0 aus. Hochrangige Keynotespeaker spielten sich in der Basketball-Arena Telekom Dome die Bälle zu. Und das SOA Innovation Lab bewies als Ausrichter der SOA Days einmal mehr seine wichtige Position in SOA, EAM und IT-Transformation.

Impressionen der SOA Days 2013 finden Sie hier >>

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SOA Days 2012

SOA Days 2012

Einmal im Jahr beleuchten die SOA Days den Stand der Dinge in den Bereichen Architekturmanagement, SOA und IT-Transformation. Die SOA Days 2012, am 27. und 28. März in Bonn, stellten dabei erneut Erfahrungen aus der Unternehmenspraxis in den Mittelpunkt und boten ein spannendes und hochkarätiges Programm.


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